Feuerbestattungen: Individuelle Trauer durch einen würdevollen Abschied

Wie läuft eine Feuerbestattung ab?

Der Tod ist in unserer Kultur noch immer ein großes Tabu-Thema. Nur wenige Menschen befassen sich angstfrei mit dem Thema. Fachleute wie Trauerbegleiter, Psychologen und Bestatter machen aber immer wieder die Erfahrung, wie wichtig es ist, bewusst Abschied zu nehmen und Trauer zuzulassen. Dazu gehört auch, dass wir vom Krematorium Schwarzenborn Ihnen gern Informationen bereitstellen. Informationen, die dem Gedanken an den Tod den Schrecken nehmen. Über die eigene Bestattung oder die eines geliebten Menschen nachzudenken, ist für jeden Menschen ein schwieriger Schritt. Das mag auch daran liegen, weil oft Ungewissheit über die Arten der Bestattung herrscht. Wir möchten Ihnen daher Fakten über Feuerbestattungen erklären, denn auch die Trauerkultur wandelt sich und würdevolle Einäscherungen werden immer beliebter.

Feuerbestattung werden immer häufiger

Statistiken sprechen eine klare Sprache und immer häufiger entscheiden Menschen sich für eine Feuerbestattung. Dies hat viele verschiedene Gründe, die alle ihre Berechtigung haben. Denn Trauer und der Umgang mit dem Tod sind stets sehr individuell. Für manchen sind die praktischen Gründe ein wichtiges Argument, für andere geht es eher um emotionale Fragen. Die praktischen Gründe für eine Feuerbestattung sind schnell und einfach erklärt, während es auf der Gefühlsebene oft schwieriger ist, die passende Entscheidung zu treffen. Wir möchten uns daher die einzelnen Punkte im Detail ansehen, um Sie bei der Frage nach der richtigen Bestattung so einfühlsam wie möglich zu unterstützen.

Praktische Gründe für die Feuerbestattung

Auf Dauer gesehen kann eine Erdbestattung bis zu viermal so teuer werden wie eine Feuerbestattung. Die Gründe liegen häufig in der Wahl des Grabes: Ein Erdgrab ist um einiges kostenintensiver als ein Urnengrab, denn nicht nur die Größe des Grabes, auch die jahrelange Pflege muss mit einberechnet werden.

Hinzu kommt, dass es weitaus kostengünstiger ist, eine Urne zu transportieren. Dadurch wird die Überführung der Asche zur endgültigen Ruhestätte oft viel einfacher – etwa, wenn jemand in seinem Heimatland oder in der Nähe der weit entfernt lebenden Kinder beerdigt werden möchte. Die Urne ist im Gegensatz zu einem Sarg leicht und kostengünstig zu versenden und kann im Prinzip ohne großen Aufwand um die halbe Welt reisen, um dem Verstorbenen seinen letzten Wunsch zu erfüllen oder den Hinterbliebenen die Trauer zu erleichtern.

Ängste, Hoffnungen und Träume – emotionale Gründe für die Feuerbestattung

Jeder Mensch trauert auf seine Weise und zum Glück sind gesellschaftliche Konventionen heute nicht mehr so wichtig wie früher. Wichtig ist bei einer Bestattung, dass sie das Leben des Verstorben feiert, und zwar so, dass die Feier dem Leben auch gerecht wird.

Auch in der Trauer gewinnen wir mehr Freiheit. Mehr Freiheit bedeutet aber auch mehr Verantwortung, daher ist es richtig und wichtig, sich schon zu Lebzeiten Gedanken über die ewige Ruhe zu machen. Und nicht jeder Mensch möchte in einem Erdgrab ruhen. Die Feuerbestattung ist aber die Grundvoraussetzung für einige Formen der Beisetzung, die heute möglich sind.

Die Urne einfach zu Hause aufzubewahren, ist rechtlich nicht möglich und sicherlich würde es das so wichtige Loslassen nach einem Trauerfall auch erschweren. Es gibt aber viele verschiedene Möglichkeiten, einen geliebten Menschen so zu bestatten, wie es seinem Leben, seinen Träumen und seinem Charakter angemessen ist.

Neben dem klassischen Urnengrab auf einem Friedhof sind auch Seebestattungen möglich. Bei einer begleiteten Seebestattung wird nicht nur die Urne dem Meer übergeben, die Trauernden können auch in Ruhe Abschied nehmen. Es gibt die Sitte, bei einer Seebestattung gemeinsam Wünsche für den Verstorbenen auszusprechen und Erinnerungen auszutauschen, die dann mit einem symbolischen Stein an der Ruhestätte im Meer versenkt werden.

Dieses Ritual ist für viele Menschen ein wichtiger Schritt durch die Trauer. Ohne eine Einäscherung wäre diese Form der Bestattung nicht möglich. Ähnlich verhält es sich mit einer Bestattung in einem Beisetzungswald, in dem Verstorbene im Schatten des Laubes zu Füßen schützender Bäume ruhen können. Sogar die Asche eines geliebten Menschen zu einem Erinnerungsdiamanten pressen zu lassen, ist möglich. All diese individuellen Wünsche können durch eine Erdbestattung nicht erfüllt werden.

Keine Angst vor der Einäscherung

Für viele Menschen ist der Gedanke an den Vorgang der Verbrennung schmerzlich oder sogar angstauslösend. Die Vorstellung an die langsame Zersetzung des Toten im Erdreich ist aber auch nicht angenehm. Feuerbestattungen sind aber im wahrsten Sinne des Wortes kurz und schmerzlos. Sie beschleunigen nur den natürlichen Prozess und ermöglichen eine viel individuellere Gestaltung der Beisetzung und der letzten Ruhestätte.

Letztendlich kommt es darauf an, den Hinterbliebenen Raum für ihre persönliche Trauer zu ermöglichen und den Wünschen des Verstorbenen zu entsprechen. Sprechen Sie mit Ihrem Bestatter oder wenden Sie sich direkt an uns, wenn Sie Fragen haben. Wir helfen Ihnen gern dabei, Entscheidungen für die letzte Ruhe zu treffen, die Ihnen inneren Frieden ermöglichen.

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